Hunde im Büro

Der dreibeinige Husky war in der Werbeagentur, in welcher sein Frauchen arbeitete, nicht beliebt oder der Husky liebte die anderen Mitarbeiter nicht. Jedenfalls wurden diese regelmäßig angeknurrt und trauten sich nicht mehr ins Büro. Zudem ging das Tier in der Mittagspause gerne baden und die Mitarbeiter trauten sich nun zudem aufgrund des Geruchs nicht mehr zur Arbeit. Der Husky musste, trotz der zuvor vom Arbeitgeber erteilten Erlaubnis, weg, obwohl andere Mitarbeiter ihren Fiffi weiter mitbringen durften. Der Grund lag in der Störung der Arbeitsabläufe. Unerheblich war nach Ansicht des Gerichts, ob der Hund objektiv bedrohlich ist.

Frauchen berief sich zwar auf den Gleichheitsgrundsatz aber die zu vermeidende Störung der Arbeitsabläufe und die Fürsorgepflicht gegenüber den anderen Arbeitnehmern führten dazu, dass die Klage abgewiesen wurde.

Für den von der Klägerin gestellten Antrag auf Durchführung eines weiteren Hundetrainings am Arbeitsplatz fehlte es an einer Anspruchsgrundlage. Der Arbeitgeber muss der Klägerin die Mitnahme des Hundes auch nicht gestatten, wenn dieser in einem Gitterlaufstall gehalten bzw. an einer Leine geführt und mit einem Maulkorb versehen wird.

Arbeitsgericht Düsseldorf, Urteil vom 04.09.2013- Az.: 8 Ca 7883/12, PM vpm 04.09.2013

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