Haftung des Hauseigentümers für Brand an Nachbarhaus

Nach einem Grillfest entstand ein Brand auf dem Grundstück, welcher zu einer Beschädigung der Nachbarhäuser führte. Ein Brandsachverständiger stellte fest, dass die Ursache des Brandes entweder in einer defekten elektrischen Leitung oder im Funkenflug der Grillkohle zu sehen ist.

Die Eigentümer sind gegenüber den Nachbarn aufgrund des nachbarrechtlichen Ausgleichsanspruches zur Zahlung verpflichtet. Unerheblich ist dabei, dass sie den Brand selbst nicht verschuldet haben. Sie haften als Eigentümer des Grundstücks, von dem der schadensursächliche Brand ausging. Insofern sind sie als sog. "Störer" für den Brand verantwortlich, da dieser auf Ursachen beruhte, für die sie sicherungspflichtig waren. Denn hinsichtlich der konkret möglichen Brandursachen, wie dem Defekt einer elektrischen Leitung oder der noch heißen Grillkohle, hatte für sie eine Sicherungspflicht in Form einer Überwachungspflicht bestanden.

Urteil des Oberlandesgericht Hamm vom 18.04.2013, 24 U 113/12, PM v. 12.6.2013

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