Selbstbehalt bei privater Krankenversicherung als Sonderausgabe

Die Beiträge zur Basisversorgung sind in vollem Umfang als Sonderausgaben abzugsfähig.

Im Rahmen der privaten Krankenversicherung können Tarife gewählt werden, die einen bestimmten Selbstbehalt vorsehen. Die Beiträge können durch einen höheren Selbstbehalt reduziert werden. Da es sich bei den Zahlungen der Arztrechnungen aufgrund des Selbstbehalts um Krankheitskosten handelt, welche im Zusammenhang mit den zu leistenden Beitragen stehen, könnte man darauf kommen, dass der Selbstbehalt ebenfalls als Sonderausgabe zu berücksichtigen ist.

Dies hat der Bundesfinanzhof aber nunmehr abgelehnt, da das Gesetz ausdrücklich nur einen Abzug von Beiträgen zur Krankenversicherung vorsieht. Darum handelt es sich aber bei Zahlungen aufgrund des Selbstbehalts nicht. Daher können diese nur als außergewöhnliche Belastungen berücksichtigt werden. Damit ist aber eine zumutbare Belastung anzurechnen, so dass sich die Krankheitskosten, welche aufgrund des Selbstbehalts getragen werden, steuerlich nicht oder nicht in voller Höhe auswirken.


BFH Urteil vom 01. Juni 2016 Az.: X R 43/14

Additional information

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen